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Die
Remilitarisierung Westdeutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg
Wiederbewaffnung
Ein historischer Überblick von Wolfgang
Schürer
Die 4-Mächte-Regierung im US-Sektor Berlins ließ am
29. Oktober 1946 eine Volkszählung in allen 4 Zonen und allen 4
Sektoren Berlins durchführen:
22,305 Mio. UK-Zone
(Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein,
Hamburg)
17,254 Mio. US-Zone (Bayern, Hessen,
Nordwürttemberg-Nordbaden, Bremen)
5,064 Mio. FR-Zone
(Rheinland-Pfalz, Südwürttemberg, Südbaden)
44,624 Mio.: 3
Westzonen
1,996 Mio.; 3 Berliner Westsektoren
46,622 Mio.:
Westdeutschland und West-Berlin
(Ende 1946 hatte das Saarland, das
nicht der 4-Mächte-Regierung unterstand, 858.000 Einwohner.)
Die
Dienstgruppen des Vereinigten Königreiches und der Vereinigten
Staaten
Das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten
hatten, noch vor der Kapitulation der deutschen Truppen im Mai 1945,
zwecks Arbeitsleistung, mit der Angliederung deutscher Gefangener
begonnen.
In der UK-Zone wurden ab Juli 1945
„Arbeitskompanien“ deutscher Gefangener aufgestellt. Am 01.
Oktober 1945 wurde der LABOUR-SERVICE (LSE) gebildet, der vom
Wehrmachtstab-Nord in Hamburg geleitet wurde. Am 21. November 1945
wurde dieser in Deutsches Hauptquartier Nord umbenannt. Anfang 1946
umfasste der LSE 140.000 gefangene deutsche Soldaten. Im Sommer 1947
wurde der LSE durch die GERMANN CIVIL LABOUR ORGANIZATUION (GCLO)
ersetzt. Sie wurde 1950 in die GERMAN SERVICE ORGANIZATION (GSO)
umbenannt. In der GCLO befanden sich anfangs 60.000, in der GSO
35.000 Deutsche.
(Quelle: Heinz-Ludger Borgert, Dienstgruppen und
westdeutscher Verteidigungsbeitrag, Boppard am Rhein, 1982)
Am
21. Juni 1945 wurde die GERMAN MINESWEEPING ORGANIZATION (GMSO),
zwecks Räumung der Ostsee und der Nordsee von Seeminen, gebildet.
Sie umfasste 27.000 deutsche Gefangene. Das Hautquartier befand sich
in Hamburg. Am 31. Dezember 1945 wurde die GMSO aufgelöst.
(Quelle:
Chris Madsen, The Royal Navy and German Naval Disarmament 1942-1947,
Routhledge, 1998)
Die US-Navy hatte eine Dienstgruppe in
Bremerhaven.
Die Vereinigten Staaten hatten, am 28. Dezember
1945, den MILITARY LABOR SERVICE (MLS) gebildet. Ende 1945 umfasste
er noch 250.000 gefangene Deutsche.
1947-1949 bestand in der
US-Zone die INDUSTRIAL POLICE (IPO) aus 9.000 Deutschen.
Am
01. Juli 1946 wurde in der US-Zone die UNITED STATES CONSTABULARY
(USC) gebildet. Die USC war eine paramilitärische Polizeitruppe aus
Deutschen mit US-Offizieren. Das Hauptquartier befand sich zunächst
in Bamberg, dann in Heidelberg, später in Stuttgart-Vaihingen. Die
USC gliederte sich in 3 Brigaden zu 10 Regimentern. Ihre Höchststärke
betrug 30.000 Mann. Die Auflösung erfolgte 1952.
(Quellen:
History oft he US Forces Labor Service and Civilian Support
Organisation, Web Since 1997; Kendall Gott, The US Army Constabulary
in Germany, 2005, Army University Press;)
Die westdeutsche
Geheimarmee in der US-Zone
Albert Schnez (1911-2007) gehörte
1930-45 zur Reichswehr und dann zur Wehrmacht. Er wurde zum Offizier
ausgebildet und war seit 1944 Oberst. Die Westalliierten ernannten
ihn 1945 zum „Generalbevollmächtigen der deutschen
Eisenbahntruppen“. Er gründete, in Stuttgart,
Nordwürttemberg-Nordbaden, eine Speditionsfirma. 1957-1971 war er
Bundeswehrgeneral. Danach arbeitete er für die Schweizer
Logistik-Firma KUEHNE-NAGEL.
Reinhard Gehlen (1902-1979)
passierte 1920-45 in Reichswehr/Wehrmacht die Offizierslaufbahn bis
zum General. Am 01. Mai 1942 wurde er zum Chef der Abteilung Fremde
Heere Ost ernannt. 1945 geriet er in US-Gefangenschaft. Am 01. April
1946 wurde, in Pullach, Bayern, ein Geheimdienst gebildet. Reinhard
Gehlen wurde, im Februar 1947, der Chef. Am 01. Juli 1949
übernahm die CIA die ORGANISATION GEHLEN (OGE) Am 01. April 1956
wurde aus ihr der Bundesnachrichtendienst (BND). Reinhard Gehlen war
Präsident bis zum 30. April 1968.
Der Elsässer Anton Grasser
(1891-1976) diente seit 1913 in der kaiserlichen Armee, seit 1918 in
der Polizei, 1936-45 in der Wehrmacht. Er wurde General. Am 01. Juli
1947 wurde er aus der US-Gefangenschaft entlassen. Er wurde
Angestellter der Speditionsfirma von Albert Schnez, der im Kriege
sein Untergebener gewesen war.
In der Schweiz, 1949, gründeten
Albert Schnez, Anton Grasser, Adolf Heusinger (1897-1982, Angehöriger
der OGE), Hans Speidel (1897-1984, Angehöriger der OGE) die
Geheimarmee, die unter dem Namen „SCHNEZ-TRUPPE“ bekannt wurde.
Sie umfasste zunächst 2.000 Mitglieder, und sie sollte auf 40.000
Mann gebracht werden. Sie hatte Verbindungen zur OGE.
(Quelle:
Agilof Kesselring, Die Organisation Gehlen und die Verteidigung
Westdeutschlands, 2014)
Die Bildung der NATO, Washington,
District of Columbia, 04. April 1949
9 der 12 Gründungsmitglieder
(Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Kanada,
Niederlande, Belgien, Dänemark, Norwegen, Luxemburg) hatten im
Zweiten Weltkrieg zu den Alliierten gehört. Italien war ein
Verbündeter Deutschlands gewesen. Portugal hatte zu den Neutralen
gehört. Island, bis 1944 unter dänischer Oberhoheit, war 1940 vom
Vereinigten Königreich und 1941 von den Vereinigten Staaten
okkupiert worden.
Die Wahlen zum ersten westdeutschen
Bundestag, am 14. August 1949
Es gab 31,208 Mio. Wahlberechtigte
und 23,832 Mio. abgegebene gültige Stimmen. Die CDU/CSU erzielte
7,359 Mio., die SPD 6,935 Mio., die FDP 2,830 Mio., die KPD 1,362
Mio., die DP 940.000, alle anderer zusammen 4,406 Mio.
Die
erste, 14-köpfige, Regierung der BRD, gebildet, in Bonn, am 20.
September 1949
Konrad Adenauer (CDU) wurde, am 15. September 1949,
zum Bundeskanzler gewählt. Am 15. März 1951 wurde er auch
Außenminister. Gustav Heinemann (CDU) war einer der beiden
Stellvertreter und Innenminister. Franz Blücher (FDP) war der zweite
Stellvertreter und Marshallplan–Minister. Der Parteilose Ludwig
Erhard wurde Wirtschaftsminister. 6 weitere Minister gehörten zur
CDU/CSU, 2 zur FDP, 2 zur DP.
Am 28. Mai 1950 forderte Konrad
Adenauer von den 3 Westalliierten die Genehmigung, eine
paramilitärische Bundespolizeitruppe aufstellen zu dürfen. Die 3
Westalliierten erlaubten die Aufstellung von Bereitschaften in den
Länder-Polizeien.
Die westalliierte Außenministerkonferenz
in New York, 12.- 19. September 1950
Dean Acheson (US), Ernest
Bevin (UK) und Robert Schumann (FR) beabsichtigten, den Kriegszustand
mit Deutschland aufzuheben. Sie vereinbarten, westdeutsche
Streitkräfte unter NATO-Oberbefehl, aufzustellen. Das
Vereinigte Königreich beendete den Kriegszustand mit Deutschland am
09. Juli 1951, Frankreich am 13. Juli 1951, die Vereinigten Staaten
am 19. Oktober 1951.
Die Bildung des Vorgängers des
Verteidigungsministeriums
Gerhard Graf von Schwerin (1899-1980)
wurde 1911 Kadett und war, 1915-1945, mit einer kurzen Unterbrechung
1920-23, Offizier, zuletzt General. Am 24. Mai 1950 wurde er von
Konrad Adenauer zum Sicherheitsberater ernannt. Seine Dienststelle
wurde Zentrale für Heimatdienst (ZHD) genannt. Er erhielt den
Auftrag, eine Kommission aus ehemaligen Wehrmachtsoffizieren zu
bilden, die die Aufstellung westdeutscher Streitkräfte vorbereiten
sollte.
Die 40-seitige Himmeroder Denkschrift, 08. Oktober
1950
Die Kommission tagte, vom 05.-09. Oktober 1950, im
Zisterzienser-Kloster Himmerod, in Rheinland-Pfalz (FR-Zone). 5 der
15 ehemaligen Offiziere gehörten zur OGE, darunter Adolf Heusinger
und Hans Speidel. In einem Memorandum forderten sie Aufstellung eines
Heeres mit 12 Panzerdivisionen, einer Luftwaffe und einer
Kriegsmarine.
(Quelle: Norbert Wiggershaus, Die „Himmeroder
Denkschrift“ vom Oktober 1950, Karlsruhe, 1985)
Die
Umbildung der Bonner Regierung, am 11. Oktober 1950
Konrad
Adenauer hatte am 31. August 1950 auf einer Kabinettssitzung,
bekanntgegeben, dass er in Geheimverhandlungen mit den Vereinigten
Staaten, zwecks Aufstellung einer paramilitärischen Bundespolizei
und Streitkräften innerhalb der NATO, stünde. Gustav Heinemann war
dagegen. Es kam zu Auseinandersetzungen innerhalb der
Bundesregierung, die mit dem Rücktritt von Gustav Heinemann endeten.
Robert Lehr (CDU, 1929-33 Mitglied der DNVP) wurde neuer
Innenminister und Stellvertreter des Bundeskanzlers.
Die
Dienstelle Blank, ein inoffizieller Name des
Verteidigungsministeriums
Gerhard Graf von Schwerin wurde von
Konrad Adenauer entlassen, da er mit Journalisten über seine
Tätigkeit gesprochen hatte. Konrad Adenauer ernannte, am 26. Oktober
1950, Theodor Blank zum neuen Sicherheitsberater. Der Name ZHD wurde
abgeschafft.
Die paramilitärischen Polizeitruppen der BRD vor
der Aufstellung der Bundeswehr
Die 3 Westalliierten erlaubten die
Aufstellung von 30.000 Mann:
Die 11 bzw. 9 Länder (Am 25.
April 1952 wurde Baden-Württemberg gebildet.) durften 10.000 Mann
Bereitschaftspolizei (BEPO) aufstellen, die den jeweiligen
Innenministern unterstanden.
Die Bonner Regierung durfte den
20.000 Mann starken Bundesgrenzschutz (BGS) aufstellen, der dem
Innenminister unterstand. Die mobilen Einheiten des BGS wurden an den
Grenzen zur DDR und zur Tschechoslowakei stationiert, der BGS-See an
der Ostseeküste.
Am 27. Oktober 1950 vereinbarte die
Bundesregierung mit den 11 Landesregierungen, dass der Bund die
(einheitliche) Ausrüstung und Bewaffnung der BEPO finanzieren würde.
Anton Grasser wurde der erste Generalinspekteur der BEPO.
Die
Kompanien des BGS und der BEPO hießen Hundertschaften, die
Bataillone bezeichnete man als Abteilungen. Der BGS verfügte
außerdem über Brigaden, die Gruppen genannt wurden.
Der BGS
erhielt Sonderwagen, die mit 7,6-cm-Kanonen und schweren
Maschinengewehren versehen waren. Außerdem besaß er
Schützenpanzerwagen, schwere Granatwerfer und geländegängige
Fahrzeuge. Eine weitere polizeiuntypische Waffe waren
Panzerfäuste.
Die BEPO verfügte über leichte
Maschinengewehre, leichte Granatwerfer und Handgranaten. Sie besaß,
wie auch der BGS, geländegängige Fahrzeuge, schwere LKW und
Feldküchen.
(Pistolen, Maschinenpistolen und Gewehre gelten
als polizeitypische Waffen.)
Der GENERALVERTRAG zwischen den 3
Westalliierten und der BRD
Er wurde am 26. Mai 1952 in Bonn, von
den 3 Westalliierten und Westdeutschland unterzeichnet. Die BRD
sollte eine eingeschränkte Souveränität erhalten: West-Berlin
würde unter westalliierter Souveränität bleiben. Die
Wiedervereinigung von BRD und DDR würde von den 3 Westalliierten und
der Sowjetunion ausgehandelt werden. Die westalliierten
Besatzungstruppen würden bleiben, bis dass die Wiedervereinigung
durchgeführt worden sein sollte.
Die Wahlen zum zweiten
westdeutschen Bundestag, am 06. September 1953
Es gab 33,121 Mio.
Wahlberechtigte und 27,551 Mio. abgegebene gültige Stimmen. Die
CDU/CSU erhielt 12,440 Mio., die SPD 7,945 Mio., die FDP 2,629 Mio.,
alle anderen zusammen 4,537 Mio. (Die KPD hatte 608.000 Stimmen
erhalten und war damit an der 5-Prozent-Sperrklausel gescheitert.).
Konrad Adenauer wurde am 09. Oktober 1953 als Bundeskanzler
bestätigt.
Die Pariser Verträge (3 Westalliierte und BRD),
unterzeichnet am 21. Oktober 1954
Der GENERALVERTRAG hatte auch
die Bildung einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG)
vorgesehen. Die Bildung der EVG war am Widerstand innerhalb
Frankreichs gescheitert. Die 3 Westalliierten modifizierten den
GENERALVERTRAG. Die BRD würde die eingeschränkte Souveränität
erhalten, nachdem sie der NATO beigetreten wäre. Die BRD dürfte
maximal 500.000 Soldaten aufstellen. Die Streitkräfte der BRD
müssten vollständig der NATO unterstellt werden.
Der
Truppenstationierungsvertrag, Paris, 23. Oktober 1954
Die 9
Unterzeichner waren die Vereinigten Staaten, das Vereinigte
Königreich, Frankreich, Kanada, die Niederlande, Belgien, Dänemark,
Luxemburg, und die BRD. Er würde in Kraft treten, nachdem die BRD
der NATO beigetreten sein sollte. Die Truppen der 3 Westalliierten
würden, bis zur Herstellung der vollen Souveränität der BRD,
weiterhin Besatzungstruppen sein. (Die Truppen der 5 anderen
NATO-Staaten galten lediglich als stationiert.)
Die Aufnahme
der BRD in die NATO
Am 05. Mai 1955 traten die Pariser Verträge
und der Truppenstationierungsvertrag in Kraft. Einen Tag später
wurde die BRD das 15. Mitglied der NATO. (Am 18. Februar 1952 waren
Griechenland und die Türkei in die NATO aufgenommen worden.
Griechenland hatte im Zweiten Weltkrieg zu den Alliierten gehört.
Die Türkei hatte, am 01. März 1945, lediglich den formellen
Kriegszustand mit Deutschland erklärt.) Die 3 Westalliierten nahmen
diplomatische Beziehungen zur BRD auf. Die 3 westalliierten
Hochkommissare wurden Botschafter. (Die Hochkommission war, am 21.
September 1949, an die Stelle der 3 westalliierten Militärgouverneure
getreten.)
Der Aufbau der Bundeswehr (Offizieller Name seit
dem 22. Februar 1956)
Am 07. Juni 1955 wurde Theodor Blank auch
offiziell Verteidigungsminister. Am 01. Januar 1956 wurde der Dienst,
in zunächst 3 Standorten, aufgenommen. Am 24. Juli 1956 wurde die
Wehrpflicht, für Männer, im Alter von 18 bis 45 Jahren, eingeführt.
Der Grundwehrdienst dauerte zunächst 12 Monate. 1962 wurde er auf
15, dann auf 18 Monate festgesetzt. 1973-1990 betrug er wieder 15
Monate. Die ersten Wehrpflichtigen wurden am 01. April 1957
eingezogen.
Die Personalstärke der Bundeswehr betrug:
Ende
1957: 122.400 Soldaten, darunter 12.500 Wehrpflichtige (10,2 %)
Ende
1962: 389.400 Soldaten, darunter 160.400 Wehrpflichtige (41,2 %)
Ende
1967: 452.000 Soldaten, darunter 216.300 Wehrpflichtige (47,9
%)
(Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung,
Weißbuch 1970. Zur Sicherheit der BRD und zur Lage der
Bundeswehr)
In den ersten Jahren waren die meisten
Nichtwehrpflichtigen im Zweiten Weltkrieg Soldaten und danach
Angehörige der westalliierten Dienstgruppen gewesen. (Frankreich
hatte, ab Juli 1951, ebenfalls mit der Aufstellung begonnen.) Die
Angehörigen des BGS wurden in die Bundeswehr überführt, wenn sie
nicht erklärten, im BGS zu bleiben.
Im Jahre 1959 waren
12.360 der 14.900 Bundeswehroffiziere (83 %) bereits in der Wehrmacht
oder der Reichswehr zu Offizieren ernannt worden. 300 hatten zur
Waffen-SS gehört.
(Quelle: Frank Pauli, Wehrmachtsoffiziere in
der Bundeswehr, 2010)
8 der 15 Verfasser der Himmeroder
Denkschrift machten Karriere in der Bundesswehr, darunter:
Adolf
Heusinger war 1956-1964 der erste Generalinspekteur der
Bundeswehr.
Hans Speidel war 1957-1963 der Oberbefehlshaber der
NATO-Truppen-Mitteleuropa.
Die paramilitärischen Polizeitruppen
der BRD nach der Aufstellung der Bundeswehr
Der BGS behielt seine
Sollstärke von 20.000 Mann. 1973 zählte die BEPO der 10 Länder
(Das Saarland wurde am 01. Januar 1957 ein Teil der BRD.) 17.500
Mann, gegliedert in 27 Abteilungen und 113 Hundertschaften.
(Quelle:
Gerd Hespe, 50 Jahre Bereitschaftspolizeien der Länder, Oldenburg,
2001)
Exkurs 1: Die 3 NATO-Brigaden in West-Berlin 1984
Die
US-Brigade umfasste 4.300 Soldaten, die britische 3.000, die
französische 2.700, zusammen 10.000. (Quelle: Streitkräfte 1984/85,
Koblenz, 1985, Seiten 34 (US), 108 (UK), 96 (FR).
(Die
Wehrpflicht galt nicht in West-Berlin. Hier durfte kein
Bundeswehrsoldat stationiert sein.
Exkurs 2: Bemerkungen zur
West-Berliner Polizei
1945-48 befand sich das Berliner
Polizeipräsidium in der Elsässer Straße, im sowjetischen Sektor.
Am 28. Juli 1948 wurde in der Friesenstraße, im US-Sektor, ein
separates Polizeipräsidium errichtet. Johannes Stumm war, bis 1962,
der erste West-Berliner Polizeipräsident. Er ließ eine 3.000 Mann
starke eigene West-Berliner BEPO und, als Miliz, eine freiwillige
Polizeireserve bilden.
(Quelle: Brockhaus, 17. Auflage, Band 2,
Seite 567, Wiesbaden, 1967)
Wolfgang
Schürer ist Vorsitzender des Kreisverbandes Offenbach a. M. der
Freidenke
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